FAQ – Fragen & Antworten zur Bestattung
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Feuerbestattung, Preise, Unterlagen, Seebestattung und den Ablauf der Beauftragung.
Bei weiteren Fragen erreichen Sie uns kostenlos unter 0800 0700 0 24 (24/7).
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Kosten & Preise
Was kostet eine Bestattung?
Eine einfache Feuerbestattung ist bereits ab 795 € zzgl. Friedhofsgebühren buchbar. Weitere Bestattungsarten: Seebestattung inkl. Seegrab ab 999 €, Waldbestattung inkl. Grabgebühr ab 1.049 €, Bestattung am Ort ab 1.099 € zzgl. Grabplatz, FriedWald- und RuheForst-Bestattung ab 1.300 € zzgl. Grabplatz, Urnenübergabe an Angehörige ab 1.349 €. Alle Preise zzgl. ggf. ärztlicher Kosten (Totenschein).
Was kostet ein Sarg?
Ein Einäscherungssarg kostet bei uns 190 €. Beim klassischen Bestatter vor Ort liegt der Preis meist zwischen 450 € und 750 €.
Was kostet eine Urne?
Eine einfache Urne kostet bei uns ab 92 €. Hochwertigere Schmuck- oder Designerurnen können mehrere hundert Euro kosten.
Was ist im Preis einer Bestattung enthalten?
Im Grundpreis enthalten sind: deutschlandweite Abholung, Überführung zum Krematorium, Kühlung ab Abholung, Einäscherung inkl. Aschekapsel, Einäscherungssarg (Vollholz, bis 120 kg), Versorgung und Einbettung, Abmeldung beim Standesamt, Organisation aller nötigen Formalitäten sowie die 2. amtsärztliche Untersuchung (außer Bayern/Bremen). Je nach Bestattungsart erhalten Sie zusätzlich eine Beisetzungsbestätigung.
Welche Zusatzkosten können bei einer Bestattung entstehen?
Je nach Situation können zusätzliche Kosten anfallen, z. B. für den Totenschein durch den Arzt, Abholung zuhause/Hospiz/Pflegeheim, Sofortabholung (12–24 Stunden), Zusatzkosten bei über 120 kg Körpergewicht, Infektionszuschläge, Friedhofs- oder Grabgebühren, Waldgebühren (FriedWald, RuheForst etc.), zusätzliche Sterbeurkunden, eine Schmuckurne oder Trauerfeier sowie Dokumentenbeschaffung. Externe Kosten variieren je nach Bundesland und Anbieter.
Ablauf & Beauftragung
Wie beauftrage ich eine Bestattung online?
Die Beauftragung erfolgt vollständig digital über unsere Website: Bestattungsart auswählen, online bestellen, Formulare digital ausfüllen und unterschreiben, Dokumente online übermitteln. Eine Beauftragung ist ohne Drucker oder Papier möglich.
Muss die Bestattung digital beauftragt werden?
Nein, alternativ ist auch eine klassische Abwicklung möglich. Sie können alle Unterlagen herunterladen, ausdrucken und per E-Mail zurücksenden. Für die manuelle Bearbeitung fällt eine Pauschale von 50 € an.
Wie lange dauert eine Bestattung?
Die Dauer beträgt in der Regel 2 bis 6 Wochen. Der Zeitraum hängt vor allem von behördlichen Abläufen, fehlenden Dokumenten und Terminvergaben bei Friedhöfen oder Krematorien ab.
Welche Zahlungsarten werden akzeptiert?
Sie können per Rechnung (bei ausreichender Bonität), PayPal, Lastschrift (über PayPal Plus), Kreditkarte oder bar bei Abholung bezahlen. Über PayPal ist zudem eine Ratenzahlung mit Laufzeiten zwischen 3 und 24 Monaten möglich, abhängig von der PayPal-Freigabe.
Was muss ich als Angehöriger selbst erledigen?
Ihr Aufwand ist minimal: Formulare ausfüllen und unterschreiben sowie die erforderlichen Dokumente bereitstellen. Alle Behördengänge und organisatorischen Abläufe übernehmen wir für Sie.
Gibt es persönliche Beratung oder ein Callcenter?
Sie werden von unserem eigenen Team betreut – kein externes Callcenter. Wir sind per Telefon, E-Mail oder WhatsApp sowie über unsere 24h-Notfallnummer erreichbar.
0800 Nummer – was bedeutet das?
Anrufe über unsere 0800-Rufnummer sind für Sie grundsätzlich kostenlos, alle Gebühren tragen wir. Eine 0800er-Nummer ist nur aus dem deutschen Festnetz zuverlässig erreichbar; aus Mobilfunknetzen, Telefonzellen oder dem Ausland kann der Verbindungsaufbau scheitern. In diesem Fall erreichen Sie uns 24/7 unter Festnetz +49 23 63 55 85 35 0 oder mobil unter +49 151 5 24 22 9 04.
Sterbefall – was tun?
Was tun, wenn sich ein Haussterbefall ankündigt?
Kündigt sich ein Sterbefall zu Hause an, sollten Sie frühzeitig palliativmedizinische oder hausärztliche Begleitung organisieren. Nach dem Tod ist umgehend ein Arzt zu verständigen, der den Totenschein ausstellt (nicht zu verwechseln mit der Sterbeurkunde). In den meisten Bundesländern muss der/die Verstorbene erst nach 24–36 Stunden gekühlt werden – Sie haben also Zeit für den Abschied und die Klärung der nächsten Schritte. Wichtiger Hinweis: Ein Notarzt kennt die Krankengeschichte meist nicht und kann oft keinen natürlichen Tod bescheinigen – dann muss die Polizei verständigt werden.
Was tun, wenn der Sterbefall im Krankenhaus eintritt?
Nachdem der Arzt den Tod festgestellt hat, informiert das Krankenhaus Sie telefonisch. Sie haben etwa 2 Stunden Zeit für den Abschied, bevor der/die Verstorbene in die Prosektur verlegt wird. Wichtiger Hinweis: Angehörige haben keinen Zutritt zur Prosektur.
Was tun, wenn der Sterbefall im Seniorenheim eintritt?
Nach Feststellung des Todes informiert die Stationsleitung Sie telefonisch. In vielen Einrichtungen ist eine persönliche Abschiednahme möglich. Wichtiger Hinweis: Die Senioreneinrichtung darf Ihnen die Bestatterwahl nicht vorschreiben. Da die wenigsten Heime eine Kühlung haben, ist oft eine sofortige Überführung zum Krematorium erforderlich.
Was tun, wenn der Sterbefall im Hospiz eintritt?
Nach Feststellung des Todes informiert die Hospizleitung Sie telefonisch. In vielen Einrichtungen ist eine persönliche Abschiednahme möglich. Wichtiger Hinweis: Das Hospiz darf Ihnen die Bestatterwahl nicht vorschreiben. Da die wenigsten Hospize eine Kühlung haben, ist oft eine sofortige Überführung zum Krematorium erforderlich.
Unterlagen & Urkunden
Welche Unterlagen zur Sterbefallbeurkundung werden benötigt?
Das zuständige Standesamt benötigt für die Beurkundung eines Sterbefalls in der Regel folgende Originalunterlagen (Kopien sind nicht zulässig, fremdsprachige Urkunden stets mit beglaubigter Übersetzung): Todesbescheinigung (nicht vertraulicher Teil), Personalausweis oder Meldebescheinigung des/der Verstorbenen sowie die Sterbefallanzeige. Je nach Familienstand kommen weitere Unterlagen hinzu:
- Zusätzliche Unterlagen bei ledigen Verstorbenen
- Zusätzliche Unterlagen bei verheirateten Verstorbenen
- Zusätzliche Unterlagen bei geschiedenen Verstorbenen
- Zusätzliche Unterlagen bei verwitweten Verstorbenen
Eine vollständige Übersicht finden Sie auf unserer Seite Benötigte Unterlagen im Sterbefall.
Welche Daten stehen in der Sterbeurkunde?
Die Sterbeurkunde enthält u. a. Vorname, Nachname und ggf. Geburtsname, Geburtsdatum und -ort, Todestag und Uhrzeit des Todes, Sterbeort, letzte Meldeanschrift, Religionszugehörigkeit (auf Wunsch) sowie den Familienstand. Außerdem sind Angaben zum Standesamt, Unterschrift und Siegel der Behörde enthalten.
Wie viele Sterbeurkunden werden in der Regel benötigt?
Für Sozialversicherung, Rente oder Krankenkasse werden Sterbeurkunden meist kostenfrei ausgestellt. Es empfiehlt sich, mindestens eine weitere kostenpflichtige Urkunde zu bestellen. Nachbestellungen beim zuständigen Standesamt sind jederzeit möglich. Tipp: Für finanzielle Angelegenheiten wird stets eine originale Urkunde benötigt, beglaubigte Kopien werden nicht anerkannt.
Was ist der Totenschein?
Der Totenschein (offiziell: Todesbescheinigung) ist ein ärztlich ausgestelltes Dokument, das den Tod einer Person sowie Todesursache und Todeszeitpunkt bestätigt. Ohne Totenschein können weder eine Sterbeurkunde ausgestellt noch eine Bestattung oder Überführung durchgeführt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Totenschein und Sterbeurkunde?
Der Totenschein wird von einer Ärztin oder einem Arzt direkt nach Feststellung des Todes ausgestellt und ist Voraussetzung für die weiteren Formalitäten. Die Sterbeurkunde wird anschließend vom Standesamt auf Grundlage des Totenscheins erstellt und ist das amtliche Dokument für Behörden, Versicherungen und weitere rechtliche Zwecke.
Bestattungsarten & Bestattungspflicht
Welche Bestattungsarten bietet Feuerbestattungen24 an?
Wir bieten bundesweit u. a. Feuerbestattung, Seebestattung, Waldbestattung, TreibSand-Bestattung, FriedWald- und RuheForst-Bestattung sowie die Urnenübergabe ins Ausland an. Eine Übersicht aller Bestattungsarten finden Sie hier. Alle Leistungen sind ortsunabhängig und digital beauftragbar.
Wer ist bestattungspflichtig?
In Deutschland besteht eine gesetzliche Bestattungspflicht, die je nach Bundesland geregelt ist (in NRW z. B. im Bestattungsgesetz BestG NRW). Zur Bestattung verpflichtet sind in dieser Rangfolge: Ehegatten/Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, volljährige Geschwister, Großeltern und volljährige Enkelkinder. Kommen die Hinterbliebenen dieser Pflicht nicht rechtzeitig nach, veranlasst die örtliche Ordnungsbehörde die Bestattung. Die Bestattungspflicht besteht unabhängig von der Erbenstellung – auch das Ausschlagen eines Erbes befreit nicht davon. Die Kostenpflicht liegt laut § 1968 BGB grundsätzlich beim Erben; können die Kosten nicht getragen werden, kann das Sozialamt auf Antrag die notwendigen Bestattungskosten übernehmen (§ 74 SGB XII).
Was bedeutet ordnungsbehördliche Bestattung?
Die Ordnungsbehörde wird eingeschaltet, wenn sich Angehörige nicht rechtzeitig (innerhalb von 10 Kalendertagen) kümmern können oder wollen bzw. keine Angehörigen bekannt sind. Das Ordnungsamt veranlasst dann im Rahmen der Gefahrenabwehr die Bestattung; die Angehörigen bleiben dabei grundsätzlich kostenpflichtig. Für Bestattungspflichtige, die die Kosten nicht tragen können, besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch das zuständige Sozialamt.
Was bedeutet Aneignungsrecht? (§ 958 BGB)
Bei der Kremierung fallen gelegentlich Kremierungsrückstände an, etwa medizinische Implantate oder Sargbeschläge, die technisch bedingt zurückbleiben können. Bestattungspflichtige Auftraggeber haben gemäß § 958 BGB grundsätzlich ein Aneignungsrecht an solchen, nicht mehr mit menschlichen Rückständen verbundenen Rückständen. Mit Ihrer Unterschrift übertragen Sie dieses Recht auf das ausführende Krematorium, das eine fachgerechte, ökologische Verwertung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz vornimmt.
Urne & Trauerfeier
Kann eine Trauerfeier hinzugebucht werden?
Ja, eine Trauerfeier kann optional ergänzt werden, z. B. mit Organisation mit dem Friedhof, Trauerhallendekoration, Urnenüberführung zur Feier und Begleitung der Zeremonie. Redner, Musiker oder Blumenschmuck sind nicht automatisch enthalten.
Darf man eine Urne zuhause aufbewahren?
Nein. In Deutschland gilt der Friedhofszwang – eine dauerhafte Aufbewahrung der Urne zuhause ist nicht erlaubt. Möglich ist die Beisetzung in einem Bestattungswald, im Meer (Seebestattung) oder die Urnenübergabe an Angehörige zur Überführung in ein Land ohne Bestattungspflicht.
Was ist eine Urnenübergabe an Angehörige?
Bei der Urnenübergabe wird die Urne nach der Einäscherung direkt an die Angehörigen übergeben, damit diese in ein Land ohne Bestattungspflicht überführt werden kann. Preis: ab 1.349 € inklusive Einäscherung und Formalitäten.
Fragen zur Seebestattung
Was ist bei einer Seebestattung zu beachten?
Bei einer Seebestattung, egal ob in der Nordsee, Ostsee oder in Spanien, wird die Asche des Verstorbenen in einer speziellen wasserlöslichen Seeurne durch eine zugelassene Reederei fernab vom Badestrand dem Meer übergeben. Eine behördliche Genehmigung ist bei einer Seebestattung nicht erforderlich.
Wie läuft eine Seebestattung mit Angehörigen ab?
Nach Übergabe der Asche an die Reederei wird diese in eine einfache Seeurne (im Preis enthalten) umgebettet. Am Beisetzungstag wird die Seeurne im Salon des Schiffes aufgebahrt und auf Wunsch (gegen Aufpreis) mit Blumen geschmückt. Angehörige sollten ca. 15 Minuten vor Abfahrt am Liegeplatz eintreffen; nach ca. 30–45 Minuten Fahrt wird die außerhalb der Drei-Meilen-Zone liegende Beisetzungsstelle erreicht. Der Kapitän trägt die Urne auf das Achterdeck, die Flagge wird auf Halbmast gesetzt, ein Trauerredner oder der Kapitän spricht Worte des Abschieds, anschließend wird die Urne dem Meer übergeben. Die gesamte Zeremonie dauert ca. 60–90 Minuten; einen Logbuchauszug mit Seekartenausschnitt erhalten Sie im Nachgang.
An welchen Küsten oder Gewässern lässt sich eine Seebestattung durchführen?
Wir bieten die Ostseebestattung ab Kiel und die Nordseebestattung ab Hooksiel an. Weitere Beisetzungsorte wie vor Sylt oder im Mittelmeer sind auf Anfrage möglich.
Kann ich bei einer anonymen Seebestattung anwesend sein?
Bei der anonymen Seebestattung können Angehörige nicht anwesend sein – die Urne wird vom Kapitän würdevoll beigesetzt.
Ist eine Seebestattung mit Angehörigen möglich?
Ja. Wir terminieren die Bestattung gemeinsam mit Ihnen und der Reederei; eigene Musik und individueller Blumenschmuck können mit der Reederei vereinbart werden. Die Urne wird in Ihrem Beisein vom Kapitän beigesetzt.
Wie viele Personen können bei der Seebestattung anwesend sein?
Bei einer Nordseebestattung können bis zu 40 Personen teilnehmen, bei der Ostseebestattung sind bis zu 12 Personen möglich.
Wie groß ist das Schiff?
Die Größe des Schiffes hängt vom Beisetzungsort und der Reederei ab – vom kleinen Kutter bis zum größeren Personenschiff.
